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Erreger: FSME-Virus
Übertragung: Durch Zecken, deren
Hauptaktivität im Frühjahr und Spätsommer liegt.
Hauptverbreitungsgebiete sind ländliche Regionen der Steiermark,
Kärntens, Niederösterreichs, Oberösterreichs, Salzburg,
Burgenland und auch der Stadtrand von Wien. (Mödling, Baden bis Wiener
Neustadt und die Gegend um Klosterneuburg zählen zu den besonders
gefährdeten Gebieten) . Im Bergland über 1200 m gibt es keine
FSME, da FSME-Viren nur in Lagen mit einer mittleren Jahrestemperatur
über 8° C vorkommen.
Deshalb reduzieren strenge Winter die Zeckenzahl.
Inkubationszeit: 2-28 Tage
Krankheitsbild: 1. Grippeähnliche
Phase mit Fieber, Kopf-Gliederschmerzen, leichte meningeale Zeichen wie
auch Erbrechen.
Bei einem Drittel der Fälle entwickelt sich dann
2.Phase: die Zeckenmeningoencephalitis, eine Erkrankung des Gehirns und
der Gehirnhäute.
Diese Erkrankung kann als besonders gefährlich eingestuft werden.
In 2 % der Fälle sterben die Patienten, 5 - 12 % haben bleibende
Schäden wie Lähmungen.
Eine spezifische Behandlung ist als Viruserkrankung nicht möglich,
deshalb ist der frühzeitige und vollständige Impfschutz von
besonderer Bedeutung.
Die Impfung:
Beginn der Impfung ab 7. Lebensmonat (in besonders gefährdeten Gebieten),
ansonsten im Allgemeinen ab 1 Jahr.
Impfschema:
2 Impfungen im Abstand von 4 Wochen, 3. Impfung nach einem Jahr.
Um einen rascheren Schutz zu erreichen kann das Intervall
zwischen den ersten beiden Impfungen auf 14 Tage verkürzt werden.
Nach 2 Impfungen ist bereits eine Schutzrate von 90% erreicht.
Auffrischungsimpfungen derzeit alle 3 Jahre, eine Verlängerung des
Intervalls ist in Diskussion.
Impftermine vergessen:
wann muss neu begonnen werden ?
Maximale noch tolerable Intervalle zwischen den Impfungen:
Abstand zwischen 1. u. 2. Impfung maximal
1 Jahr,
zwischen 2. u. 3. Impfung maximal 8 Jahre,
zwischen Auffrischungen maximal 8 Jahre.
Bei Überschreiten dieser Intervalle kann vor einem Neubeginn der
Impfung auch eine Blutabnahme mit Immunitätsbestimmung über
weiters Vorgehen als Entscheidungshilfe herangezogen werden.
Nebenwirkungen: diese sind selten und fast immer harmlos.
Ev. leichte Rötung und Schwellung der Impfstelle, leichtes Fieber
innerhalb der ersten 2 Tage nach der Impfung.
Durch die Impfung wird kein Schutz gegen die
BORRELIOSE erreicht !
Krankheitsbild :
es entwickelt sich an der Stelle des Zeckenbisses eine kreisrunde sich
ausbreitende Rötung (Erythema mirgans). In diesem fall sollte eine
sofortige Untersuchung erfolgen, da auch im Verdachtsfall eine sofortige
und zu diesem Zeitpunkt noch erfolgreiche Therapie mit einem Antibiotikum
möglich ist.
Eine Blutabnahme zur weiterführenden Diagnostik ist zu empfehlen.
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